Montag, 9. Juni 2014

Warum eigentlich ein Blog und woher die Zeit nehmen? #2

Ich stehe immer noch vor der Frage in der Überschrift. Warum eigentlich ein Blog?

Gerade Mamiblogs sprießen aus dem Boden wie Unkraut. Jede Mami, die sich das Nähen selbst beigebracht hat und Pumpis nähen kann, eröffnet einen Blog. Es werden entweder haufenweise Bilder von den Zwergen gepostet oder gar keine, weil es gefährlich ist, solche Bilder im Netz zu veröffentlichen. Oder es wird diskutiert über Stillen und Stillen in der Öffentlichkeit und impfen und nicht impfen.

Also gar im Grunde nichts Besonderes. Und worüber will ich schreiben?

Einerseits habe ich kein Problem damit, mein Privatleben zu teilen. Andererseits tut sich dann aber doch so ein komisches "Man-darf-das-nicht"-Gefühl auf. Also Privatleben veröffentlich oder nicht? Ich weiß es nicht.

Nähereien muss ich nicht zwingend preisgeben. Ich bekomme aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis hauptsächlich positive Rezension. Aber was kann ich schon im Vergleich zu manch anderen Werken die im World-Wide-Web gepostet werden? Ich nähe seit gut einem Jahr, gehöre zu den Klassikern, die sich das Nähen selbst beigebracht haben, weil sie Pumphosen so schnuckelig finden. Inzwischen nähe ich auch ein paar andere Sachen, aber eben nichts besonderes. Den Standardkram, der auf Dawanda und Konsorten so gut verkauft wird. Der Standardkram, den jeder als erstes nähen kann.

Über Mutti-Themen möchte ich mich nicht auslassen. Viele Sachen sehe ich anders, viele Sachen sehe ich gleich. Und warum darüber diskutieren? Wichtig ist doch, dass jede Mami ihr Bestes gibt, egal auf welchem Wege. Jede Mami möchte, dass ihr Zwerg glücklich und zufrieden ist und am "Ende" (also dem Erwachsen-Sein) ein anständiger Mensch geschliffen wurde. Ist das nicht die Hauptsache? Ob es nun 6 Monate oder 2 Jahre gestillt wurde, ob es im Familien- oder im Gitterbett geschlafen hat, ob es mit 6 Monaten oder mit 1 Jahr erst Brei bekommen hat, ob es geimpft wurde oder nicht - alles egal, solange wir Muttis uns nach bestem Wissen und Gewissen ums Kind kümmern.

(Vielleicht sollte ich bei einem Philosophie-Blog bleiben... ich habe noch immer nichts darüber gepostet, was ich eigentlich wollte...)

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